Kiez 44 I - Polar Pinguin 1:1 (0:0)
Am Ende war es schon so ein bisschen ärgerlich. Jogi ließ seine Plastikflasche an der Kabinentür zerschellen, Lars konnte sich nicht wirklich darüber freuen, eine richig starke Partie gespielt zu haben und Luki war sein schöner Treffer eigentlich auch völlig egal.
Konzentriert ging Polar Pinguin ins Spiel. Die notwendigen Umstellungen aufgrund wichtiger Ausfälle führten aber trotzdem zu Beginn zu einigen Unstimmigkeiten in der Hintermannschaft. Die Pinguine machten zwar das Spiel, waren absolut feldüberlegen, aber Chancen konnte man sich nicht so richtig erarbeiten. So kamen die "Kiezkicker" durch wirklichen Anti-Fussball zu zwei Zufallschancen, die Chrisse, kurzerhand aus Köln angereist, weltklasse herausfischte. Polar Pinguin ging weiter ruhig zu Werke, ließ Kiez 44 quatschen und versuchte den Ball laufen zu lassen. Aber die Variabilität ließ ein bisschen zu wünschen übrig. 9 von 10 Angriffen wurden über die rechte Seite vorgetragen. Die Strafraumnähe konnte aber nur durch Standards erzwungen werden. Nicht viel passiert, Halbzeit.
Die zweite Hälfte, so viel sei schon verraten, ging in der Summe an Polar Pinguin. Hinten stand man nun gut und der Ball lief nun auch besser. Der Druck aufs gegnerische Tor wurde peu à peu erhöht. Kiez 44 zollte dann seiner in der Summe übermäßigen Härte Tribut und verlor seinen Kapitän durch Gelb-Rot. Nun war es Einbahnstrassenfussball. Pierric stellte seine Abwehr solide auf das einzige Offensivmittel des Gegners ein. Folglich wurde der "Kiez-44-Kick-and-Rush" immer mehr zum Boomerang. In der 85. Minute kam es endlich zum erlösenden 0:1. Ein wunderschöner Doppelpass zwischen Luki und Tschery ließ Luki am linken Fünfereck nicht ungenutzt und schob souverän ins lange Eck ein. Das Spiel war eigentlich gelaufen. Zumal Kiez 44 inzwischen mit zwei Mann in Unterzahl spielte, nachdem Pierric zu Unrecht gelb sah, dafür aber den Stürmer zu Recht am Weiterspielen hinderte.
Aber leider Gottes verstand Polar Pinguin nicht, das Ergebnis über die Zeit zu bringen und drängte auf den zweiten Treffer. Der kam ja dann auch, aber auf der falschen Seite. Mal wieder war es ein langer Abschlag, keiner kam ran und auf einmal stand der Stürmer allein vor Chrisse und ließ diesem keine Chance. 1:1 und kurz danach kam der Schlusspfiff.
Polar Pinguin zeigte eine größtenteils konzentrierte aber emotionslose Vorstellung und muss sich somit zu Recht mit der Punkteteilung zufrieden geben. Solche Gegner muss man aber schlagen, wenn man ein bisschen weiter oben mitkicken möchte.
Aufstellung:
Chrisse - Björn, Pierric, Daniel - Fabi (65. Olli), Tscherry, Luki, Lars (88. Veit) - Fatih, Lukas - Jogi
Tore:
0:1 Luki (Tschery) - 85. Min.
1:1 Kiez 44 - 90 Min.
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